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Heatvape Invader Mini

  • Ist euch schon einmal eine Box ins Wasser gefallen (über die Orte, wo dies überall möglich ist, möchte ich mich nicht auslassen) oder hat schon einen ordentlichen Abflug Richtung Boden gestartet? Hattet ihr Glück und sie funktioniert noch? Mit den Akkuträgern ist es wie mit den Handys: Wasser und Stoß sind Gift für die Dinger.


    Diesen Umstand hat sich HeatVape zu Herzen genommen und einen wasserdichten (Spritzwasserschutz), staubgeschützten und schockresistenten Mod konstruiert, der prädestiniert für den Outdoorbereich ist, zudem noch TC besitzt und 50 Watt Leistung abgeben kann: Der Invader Mini V2. Außerdem haben sie ihm ein Aussehen verpasst, das stark an das Space-Invader-Spiel Ende der 70er Jahre erinnert. Sieht einfach cool aus!


    Hier einmal die nackten Zahlen und Daten:

    • Ausgangsleistung: 1.0 – 50 Watt (Stepdown)
    • Ausgangsspannung: 1.0 – 9,9 Volt
    • Max. Strom: 17,6 Ampere
    • Widerstandslimit TC: 0.1 – 1 Ohm (Ni200, NiFe und Titan möglich)
    • Widerstandslimit W: 0.16 – 2 Ohm
    • OLED Display (0.69“)
    • Abmessungen: 31,5 x 39,5 x 102
    • Verpolungsschutz, Kurzschlusssicherung, Tiefentladungsschutz und Low Resistance Protection (zu niedriger Wicklungswiderstand)
    • Wasserdicht Level IPX4 (Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen)
    • Material: Zinklegierung, Silikon und Messing
    • 510er Anschluss
    • 1 x 18650er Akku
    • Farben: schwarz, grau, blau, violett, gelb, grün (was ich bisher gefunden habe)


    Geliefert wird der schmucke Akkuträger in einer eher schmucklosen Plastikbox. Außer dem Gerät selbst ist nur noch eine Bedienungsanleitung in Englisch enthalten.



    Der Invader Mini liegt wirklich toll in der Hand, obwohl der Zusatz „Mini“ schon ein wenig übertrieben ist. Klein ist das Gerät nun wirklich nicht. Mit gut 10 cm Länge passt es aber noch gut in die Hand. Die strukturierte Silikonhülle gibt ihm nicht nur ein außergewöhnliches Aussehen, damit hat man den Invader immer gut im Griff. Die Hülle ist durchgehend, auch bei den Tasten, sodass der Wasserschutz auch greifen kann. Der Silikonteil ist mit 4 Schrauben an das restliche Gehäuse angeschraubt. Alles in Allem macht der Mod einen äußerst soliden und stabilen Eindruck, was offensichtlich nicht nur Kosmetik ist, sondern sich auch im Gewicht niederschlägt: 213 Gramm ohne und 258 Gramm mit einer LG HG2 Akkuzelle sind schon eine ordentliche Ansage. Da stößt der Invader schon in Höhen von Geräten mit 2 Zellen vor.



    Betreffend der Wasserdichtheit existieren einige Videos im Netz, die den Akkuträger sogar unter Wasser zeigen. Das wollte ich jetzt nicht gerade probieren, aber einige Sekunden in einen Wasserstrahl hat der Mod absolut unbeschadet überstanden. Und wenn er so viel Wasser aushält, ist auch die Staubdichtheit anzunehmen. Was die Stoßfestigkeit angeht, so übersteht er einen Sturz aus 1,5 Meter Höhe ohne Probleme. Leider habe ich noch keine stoßfesten Verdampfer gefunden, denn bei solchen Aktionen wird maximal der Verdampfer beschädigt. Dass man mit einem Auto darüber fahren kann, ist absolut plausibel, wenn man einmal den Invader Mini in der Hand gehalten hat. Das Gerät ist kompromisslos für den Outdoorbereich konzipiert.


    Der 510er Anschluss:

    Da kommen wir bereits zu der ersten Eigenheit des Invader. Er besitzt einen festen Pluspol. Dies macht auch durchwegs Sinn, da ein Wasserschutz mit einem gefederten oder geschraubten Pol wohl nicht möglich ist. Um jedoch beim Aufschrauben des Verdampfers keinen Spalt erhält, hat sich Heatvape eine schraubbare 510er-Top Cap einfallen lassen. Einfach diesen Teil mit dem Verdampfer verschrauben und dann erst auf die Box installieren. Funktioniert tadellos und der Verdampfer sitzt spaltfrei.




    1 Abschraubbare 510er Top Cap


    2 Feststehender Pluspol




    1 Zuerst 510er Top Cap auf Verdampfer aufschrauben

    2 Verdampfer mit Top Cap auf Akkuträger schrauben


    Gemacht ist der der Anschluss für 22mm-Verdampfer. Ein 23mm-Verdampfer steht bereits ein klein wenig über die Top Cap hinaus, wirkt jedoch noch nicht störend. Größere Verdampfer als 23 mm stören dann den Gesamteindruck schon sehr.



    Akkufach/Akkudeckel:

    Schauen wir uns gleich mal den Boden des Gerätes an. Der Akkudeckel besitzt Rillen, wodurch das Aufdrehen leicht gemacht wird. Desweiteren wird er durch einen O-Ring zu Gehäuse hin abgedichtet. Löcher für eine eventuelle Ausgasung des Akkus sucht man natürlich wegen des Wasserschutzes vergebens. Neben dem Gewinde ist im Akkudeckel noch ein gefederter Pol vorhanden, der in einem Delrin (Plastik)-Ring verbaut ist. Der Pluspol liegt im Inneren des Gehäuses.



    Frontseite/Bedienelemente:

    Die Tasten sind, wie bereits erwähnt, von der Silikonhülle bedeckt. Man kann diese Hülle jetzt nicht mit jenen vergleichen, die für andere Akkuträger als Schutz vor Kratzern usw. erhältlich sind. Das Silikon der Invader-Box ist um einiges dicker und fester. Die Tasten muss man schon ordentlich fest drücken, um eine Aktion auszulösen. Und da komme ich auch gleich zu einem Kritikpunkt: Man muss den Feuertaster schon ordentlich drücken, sonst verliert man während des Feuerns den Kontakt zum Taster. Man muss sozusagen ein wenig über den Druckpunkt des Tasters hinaus agieren. Wie lange das der Taster aushält, wage ich nicht zu prognostizieren. Bisher hat er jedoch keine Anstalten gemacht, zu versagen. Also nur keine Scheu, den Feuertaster ein wenig zu strapazieren.


    Das jetzt nicht allzu große 0,69 Zoll OLED-Display ist sehr gut ablesbar und enthält alle wichtigen Informationen.




    1 Batteriestandsanzeige grafisch

    2 Widerstandswert

    3 Eingestellte maximale Temperatur im TC-Modus

    4 Leistungseinstellung in groß

    5 Feuertaste

    6 + Taste

    7 - Taste


    TC-Regelung:

    Es gibt keine Einstellmöglichkeiten für irgendwelche Drahtsorten. Laut Angaben erkennt der Akkuträger, ob eine Coil für TC geeignet ist oder nicht. Getestet habe ich Titan und Nife48 unter der Annahme, dass Ni200 sowieso geht (ich mag keinen Nickeldraht, sorry), denn sowohl mit Titan als auch Nife48 funktioniert das temperaturgeregelte Dampfen ohne Komplikationen uns sehr ansprechend. Bei beiden genannten Drahtsorten muss man ein wenig mit der Temperatur spielen. Bei Titan hat sich eine eingestellte Temperatur von 340°/350° Fahrenheit als optimal erwiesen. Kein Kokeln und der „Trockene Watte Test“ wurde tadellos absolviert. Natürlich hängt die Regelung von der Drahtdicke und dem internen Verdampferwiderstand ab, weshalb ich jetzt hier keine allgemeinen Einstellungen nennen kann. Was sich jedoch als nicht TC-fähiger Draht herausgestellt hat, ist Edelstahl. Weder V4a noch V2a werden erkannt und das Gerät geht in den Leistungsmodus über.


    Einstellungsmöglichkeiten:


    Power on: 5 x Klick der Feuertaste


    Sperren (Lock): 5 x Klick auf die Feuertaste innerhalb von 0,7 Sekunden. Entsperren funktioniert auf dieselbe Weise.


    Einstellung Temperatur im TC-Mode: Im gesperrten (gelockten) Zustand gleichzeitig die + und die –Taste für ca. 2 Sekunden drücken. Anschließend mit + oder – die gewünschte Temperatur einstellen. Bestätigen mit der Feuertaste.


    Ausschalten des TC-Mode: Einfach bei der Temperatureinstellung über die 600 Grad Fahrenheit hinaus auf Off stellen.


    Stealth Modus: Um das Display auszuschalten (Anzeige nur während eines Tastendruckes), im gelockten Zustand die Feuertaste und die – Taste für ca. 5 Sekunden gleichzeitig drücken. Dasselbe Prozedere ist bei der Rückkehr in den Normalmodus notwendig.


    Links- oder Rechtsdrehung des Displays: Für diese Einstellung für Links- oder Rechtshänder Im gelockten Zustand die Feuertaste und die + Taste gleichzeitig für 5 Sekunden drücken.


    Power Lock: Um die Leistungseinstellung gegen versehentliches Verstellen zu sichern, einfach im Normal-Mode des Invader die + und – Taste gleichzeitig für ca. 2 Sekunden drücken. Dieselbe Prozedur benötigt ihr für das Aufheben des Power Lock Modes.


    New Coil Up Same Down: Wenn ihr einen Verdampfer aufschraubt und er wurde neu gewickelt bzw. eine neue Coil ist reingekommen, auf die + Taste (up) drücken. Ist es dieselbe Coil, auf die – Taste drücken, um die Widerstandseinstellung beizubehalten.


    Auto Shut Off: Ist kein Verdampfer aufgeschraubt, schaltet sich das Gerät nach 2 Minuten aus. Mit einem Verdampfer soll sich der Invader nach 50 Minuten Inaktivität ausschalten. Leider hält sich der Akkuträger nicht ganz an die angegebenen Werte. Bei dem mir vorliegenden Gerät schaltet sie sich nach ca. 15 Minuten bereits ab und muss mit 5 Klicks wieder zum Leben erweckt werden. Eine weitere Eigenheit des Invaders Mini ist es, dass es ab und zu vorkommt, dass sich die Leistungswerte auf 10 Watt zurücksetzen. Ohne erkenntlichen Grund. Es ist mir noch nicht gelungen, ein Szenario nachzustellen, wann und unter welchen Umständen genau dies stattfindet. Das sehe ich als ein gröberes Manko des Akkuträgers an.


    Shut Down: Um das Gerät vollständig abzuschalten, einfach 5x hintereinander gleichzeitig die + und – Taste betätigen.


    Zuletzt noch ein paar Bilder mit unterschiedlichen Verdampfern:



    Geek Vape Griffin 22mm


    OBS Crius


    EHpro Billow V3


    Fazit:

    Wer seine Dampfe viel im Outdoorbereich verwendet, sei es zum Schwimmen, Angeln, Wandern usw., findet im Invader Mini von Heatvape einen idealen Partner. Er hält so ziemlich alles aus, was einem bei diesen Aktivitäten passieren kann. Also direkt ins Wasser würde ich ihn nicht mitnehmen (was anhand der Spezifikation auch nicht vorgesehen ist), aber sonst ist Feuchtigkeit kein Problem. Die Stabilität des Akkuträgers ist meines Wissens einzigartig derzeit auf dem Markt. Zudem fällt er durch seine „außerirdische“ Optik auf. Die Temperaturregelung ist wirklich gut, wenn man auch ein wenig mit den max. Temperaturen ein wenig „spielen“ muss. Hat man dann aber seine Einstellung gefunden, funktioniert das ganze Werk ausgezeichnet. Was gefällt ist auch die schraubbare 510er Top Cap, die ich so auch noch nicht gesehen habe. Als kleineres Manko sehe ich die fehlende TC-Unterstützung von Edelstahldraht als Coil und den notwendigen starken Druck auf die Feuertaste an, ein größeres Problem der Box ist aber das rasche Abschalten bei Inaktivität und natürlich den, zwar selten vorkommenden, aber doch vorhanden Verlust der Leistungseinstellungen beim automatischen Abschalten. Das ist jetzt kein Grund zu sagen, deshalb mag ich die Box nicht, aber ein wenig störend ist das schon.


    Wenn man sich jedoch ein wenig mit den Eigenheiten der Box arrangiert hat, wird sie sicherlich zum ständigen Begleiter bei Outdoor-Aktivitäten.

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