SXK Zero Mini 60W TC

  • Es muss ja nicht immer eine VTC-Mini sein. Genau das habe ich mir gedacht, wie mich Zero Mini vom chinesischen Hersteller SXK erreicht hat. Der Mod hat zwar gegenüber der VTC „nur“ 60 Watt und ist für den Betrieb mit einer 18650 High Drain Akku ausgelegt, aber alleine die Machart und Qualität haben mich schon überzeugt.


    Schauen wir mal auf die Werte der Box:


    Ausgabeleistung: 1 – 60 Watt

    Widerstandsbereich: 0,08 – 3 Ohm

    Maximale Ausgangsspannung: 8,4 Volt

    Maximaler Ausgangsstrom: 20 Ampere

    Minimale Batteriespannung: > 3,0 Volt

    Schutz gegen falsche Akkupolung

    Gehäuse aus Edelstahl (304)

    Batteriefach aus Epoxylaminat

    Maße: 40,5 x 85,5 x 24,5 mm


    Geliefert wird der Akkuträger in einem kleinen Karton mit Sichtfenster.



    Darin befinden sich der Zero Mini selbst, ein Micro-USB-Kabel. Außerdem ist eine Anleitung in Englisch und Chinesisch, die den Funktionsumfang zur Gänze beschreibt.




    Wenn man sich den Akkuträger so ansieht, fällt als aller erstes der voll in die Gehäuseoberseite integrierte 510er Anschluss auf. Lediglich das Gewinde des Verdampferanschlusses als auch eine versenkte Inbusschraube zur Gehäusebefestigung unterbrechen die sonst glatte Edelstahl-Oberfläche. Der 510er ist relativ streng gefedert, was auf einen guten Kontakt zum Verdampfer schließen lässt. Der Pol besteht aus Edelstahl.



    Der Zero Mini ist insgesamt sehr wertig gebaut, was sich auch beim Gewicht niederschlägt. 176 Gramm ohne Akku (222 Gramm mit Samsung 18650-30Q) ist jetzt nicht gerade wenig. Trotzdem ist der Akkuträger leicht zu handlen und liegt sehr gut in der Hand.




    Der Akkudeckel besteht ebenfalls aus dünnem Edelstahl und wird spannend auf den Akkuträger geschoben. Das funktioniert prächtig. Es gibt kein Klappern. Der Deckel hält bombenfest. Erhältlich ist der Akkudeckel in mehreren Farben. Durch seine Machart ist er recht Kratzerresistent.




    Box mit abgenommenen Akkudeckel


    1 Negativpol


    2 Aussparungen im Akkufach zur leichteren Akkuentnahme


    3 Akkufach aus Laminat (Epoxy)


    Beim Akkufach selbst hat SXZ bei der Zero Mini einen für mich neuen Weg eingeschlagen. Üblicherweise bestehen die Akkufächer anderer Akkuträger vorwiegend aus Kunststoff. SXZ verwendet für die Fachkonstruktion Laminatmaterial, welches ein wenig Holz ähnelt. Das Material ist schlag- und stoßfester gegenüber reinen Kunststoff, ist dafür aber auch ein wenig schwerer. Der gefederte Pluspol ist vergoldet. Auch dies ist ein wenig konträr zu anderen Boxen derselben Machart, da oftmals der Negativpol gefedert ist, um das gängige Revers Protection System (der Akku kann rein technisch nicht verpolt werden) zu realisieren. Das stört aber nicht wirklich, da der Zero Mini einen elektronischen Verpolschutz verbaut hat.



    1 vergoldeter Pluspol


    Der Akku sitzt recht stramm in seiner Halterung, weshalb man beim Einlegen die Zelle mit dem Pluspol voran halten sollte. Dadurch wird der gefederte Kontakt durchgedrückt und man kann die Zelle problemlos in das Akkugehäuse hineindrücken.




    Zum Abschluss der Gehäusebetrachtung des Zero Mini widmen wir uns der Frontplatte mit der den Bedienelementen. Und da zeichnet sich der Akkuträger mit makelloser Qualität aus. Sowohl der Feuertaster als auch die Up-/Downbuttons sind aus Edelstahl. Sie haben einen angenehmen Druckpunkt, der nicht zu leicht ist, aber hineinprügeln muss man die Tasten auch nicht. Die Tasten sitzen spielfrei in ihrer Halterung und können daher nicht klappern. Sehr gut gelöst. Den Abschluss bildet der Micro-USB-Ladeport. So wie es aussieht, ist der Akkuträger nicht updatebar, was jetzt nicht wirklich ein Problem darstellt.


    Das Display ist 0,75 Zoll oder ca. 19 mm in der Diagonale groß. Ist jetzt zwar nicht so groß, wie beispielsweise bei einer VTC Mini, man kann jedoch alle wichtigen Informationen gut ablesen. Angezeigt wird der Batteriestand, Widerstand und Spannung (Wattmodus) bzw. Widerstand und Leistung (TC-Modus) untereinander und die eingestellte Leistung oder Temperatur in groß.




    1 Feuertaste aus Edelstahl


    2 Leistung (Wattmodus) – Temperatur (TC-Modus)


    3 Widerstandsanzeige (beide Modi)


    4 Spannungsanzeige (Wattmodus) – Leistungsanzeige (TC-Modus)


    5 Batteriestandsanzeige


    6 +/- Tasten


    7 Micro-USB-Ladeport (der Mod ist nicht über die Buchse updatebar)


    Bevor wir uns die Bedienung näher ansehen, sollte die Temperaturregelung des Zero Mini angesprochen werden. Diese funktioniert ausgezeichnet. Die Tests wurden mit trockener Watte bei 220 Grad Celsius sowohl im Ni als auch im Ti TC Modus durchgeführt. Die Watte verfärbte sich nahezu überhaupt nicht. Es ist nur eine leichte Braunfärbung erkennbar. Auch mit feuchter Watte wurden wirklich gute Ergebnisse erzeugt. Der TC-Modus des Akkuträgers macht genau das, was er machen soll – eine subjektiv saubere Regelung (zur genauen Messung fehlt mir leider ein Oszilloskop). Es macht wirklich Spaß, TC-geregelt zu dampfen. Theoretisch ist es auch möglich, andere Drähte zur TC zu verwenden. Dazu aber ein wenig später.


    Schauen wir uns zum Abschluss noch die einzelnen Funktionen an:

    Sperren der Box (Standbymodus) bzw. Reaktivierung:

    5 x Klick auf die Feuertaste


    Einstellung der Leistung bzw. Temperatur:

    Klick auf die + bzw. – Tasten.


    Wechsel der Modi Watt/Ni(ckel)/Ti(tan):

    3 x Klick auf die Feuertaste. Anschließend kann mit den +/- Tasten der gewünschte Modus ausgewählt werden. Bestätigt wird die Einstellung mit der Feuertaste oder automatisch nach ca. 8 Sekunden.


    Wechsel der Anzeige links/rechts:

    Gleichzeitiges Drücken der Feuertaste und der + Taste. So lange gedrückt halten, bis die Anzeige gewechselt hat.


    Aktivierung des Stealth-Modus (Abschaltung der Anzeige):

    Gleichzeitiges Drücken der Feuertaste und der – Taste für ca. 3 Sekunden. Aufhebung des Stealth-Modus auf dieselbe Weise.


    Sperre der Leistungs-/Temperatureinstellung:

    Durch gleichzeitiges Drücken der + und – Taste für ca. 3 Sekunden, wird die Leistung bzw. Temperatur gelockt, sodass ein versehentliches Verstellen nicht mehr möglich ist. Die Reaktivierung erfolgt mit der gleichen Kombination.


    Abschließend möchte ich noch die Funktion der Eingabe eines Temperaturkoeffizienten des Drahtes im Ni bzw. Ti-Modus erläutern. Diese Funktion wird oftmals als TCR-Modus bezeichnet. Mit dieser Einstellung ist es möglich, im TC-Modus verschiedene Temperaturkoeffizienten von Drähten eingeben. Damit könnte man auch (habe ich noch nicht getestet) theoretisch im beispielsweise Ti-Modus einen Koeffizienten von Edelstahl eingeben.


    Dazu drückt man gleichzeitig die Feuertaste, + und -. Nach ca. 3 Sekunden erscheint eine 2stellige Zahl, die den Temperaturkoeffizienten darstellt. Mit dieser Einstellung kann ich die Eigenschaften der TC anhand des Temperaturkoeffizienten beeinflussen. Stellt sich die Frage, wie ich zu der richtigen Einstellung (TCR) für Drähte komme? Auf der Seite von Steam-Engine unter dem Menüpunkt Wire Wizard (http://www.steam-engine.org/) kann man den gewünschten Draht einstellen und den TCR in der linken Box (1. Punkt – TCR – wird angegeben in TCR-Wert x 10hoch-6). Für Nickel wäre das ca. 6000 x 10 hoch -6 und das wären dann 0,0060. Die letzten beiden Ziffern wären dann jene, die man für die TCR-Zahl im Display mit + odr – einstellt.


    Titan hätte demnach 3525 x 10 hoch -6 = 0,003525. – Damit wäre die Einstellung am Akkuträger 35.


    Edelstahl: ca. 900 x 10 hoch -6 = 0,0009 – das wird jetzt ein wenig schwierig, da die Einstellung des Zero Mini nur einen Koeffizienten bis 10 zulässt. Im Falle von Edelstahl 316L kann man aber getrost 10 oder 11 eingeben, was bei mir funktioniert hat.


    Man muss sagen, dass diese TCR-Werte nicht 1:1 so übernommen werden können. Ich habe für Nickel beispielsweise einen Wert von 75 eingestellt, was für mich vom Regelverhalten recht gut passt. Ich weiß, dass es ein wenig Probiererei benötig, die TC-Drähte optimal einzustellen. Wenn man jetzt nicht mit anderen Heizdrähten als Ni200 oder Titan dampft, sind die voreingestellten Werte absolut OK.


    Fazit:

    Die Zero Mini von SXZ ist ein hochwertiger Akkuträger mit einfachen Einstellmöglichkeiten (sieht man jetzt von der TCR-Spielerei ab) und ist somit für Einsteiger hervorragend geeignet. Akku rein, Modus einstellen und Dampfen. Viel simpler geht es dann nur noch mit einem ungeregelten Akkuträger, der jedoch andere Tücken bereithält. Außerdem sieht er sehr stylisch aus und hebt sich ein wenig von der Masse an Akkuträgern in dieser Klasse ab. Die Verarbeitung und die verwendeten Materialien sind wirklich sehr gut. Die Batterielebensdauer ist gut. Nicht sehr gut, aber gut. Einen Ersatzakku sollte man aber dabeihaben, um über den Tag zu kommen, vor allem, wenn man mit höheren Leistungen im Watt-Modus dampft.

    Positiv

    • einfachen Einstellmöglichkeiten
    • Verarbeitung

    Negativ

    • -

Teilen