Empfohlen Paranormal von Lost Vape

  • Ein übersinnlicher Akkuträger, ABER…….



    Ein wirklicher Hingucker, diese Paranormal von Lost Vape. Klassisches Design, welches der Therion aus selbem Hause ähnelt, wechselbare Seitenplatten von Echtholz über Karbondesign, Echtledereinsätze, einfacher und sicherer Akkuwechsel, kein Klappern, hochwertige Verarbeitung und tolle Lackierung. Dazu noch ein DNA75 Color Chip. Was will man mehr? Ja, etwas würde es schon geben: Ein einwandfreier 510er-Anschluss, welcher die Widerstandsmessdaten des DNA75C nicht verfälschen würde, wäre echt ein Hit. Dazu aber mehr im Text samt Reparaturversuch!



    Vorerst einmal das Datenblatt der Paranormal:

    Bauart

    Dual-Parallel 18650 Box Mod

    Maße (H/L/B)

    91,4 mm / 54,9 mm / 25,8 mm

    Gewicht

    213 g (ohne Akkus)

    Materialien

    Zinkgusslegierung, Echtleder, Karbon-/Holzpaneele

    Anschluss

    510er Gewinde, Edelstahl/Nickel, gefedert

    Display

    Farbdisplay 0,9 Zoll, 80 * 160 Pixel Full Color TFT

    Chipsatz

    Evolv DNA 75 Color

    Ausgangsleistung

    1 – 75 Watt

    Ausgangsspannung

    0,2 – 9,0 Volt

    Ausgangsstrom

    0,5 – 30 Ampere (konstant)

    0,5 – 40 Ampere (kurzzeitiger peek)

    Verdampferwiderstand TC (Nickel200)

    0,02 – 8 Ohm (volle Leistung zw. 0,04 und 0,5 Ohm

    Verdampferwiderstand VW (Kanthal)

    0,02 – 8 Ohm (volle Leistung zw. 0,1 und 1,15 Ohm

    Akkumanagement

    Einzelzellenüberwachung

    Akkuzellen-Balancer

    Sicherheitsmerkmale

    Low Resistance, Kurzschluss, Unterspannung

    Farben

    Black-Smoky Brown, Schwarz-Pearlfish, Schwarz-Raptor, Schwarz-Rot, Silber-Pearlfish, Silber-Raptor, Silber-Rot, Smoky Brown,



    Starten wir mal mit der Betrachtung der Box aus verschiedenen Blickwinkel. Das Styling ist wirklich herausragend. Die Box macht einen sehr soliden Eindruck und es erscheint, dass es die bisher hochwertigste Box von Lost Vape ist.





    Schauen wir uns einmal die Oberseite der Paranormal mit dem 510er Anschluss etwas näher an. Der Anschluss ist mit einem gefederten Nickelpluspol realisiert. Die Federung möchte ich als mittelhart bezeichnen. Es gibt Akkuträger, die einen stärkeren Federdruck aufweisen. Gehalten wird das Edelstahl-510er-Gehäuse durch drei T5 Inbus-/Torxschrauben. Jetzt komme ich auf die eingangs erwähnten Probleme mit dem 510er Anschluss. Dieser an sich sehr hochwertige, schraubbare Anschluss wurde bei gewissen Patches mit einer Schraubensicherung gegen versehentliches Aufdrehen versehen. Je nach dem, welches Sicherungsmaterial verwendet wurde, kann es zu fehlerhaften und springenden Widerstandsmessungen seitens des DNA-Chips kommen. Dies äußert sich vor allem mit einem zu hohen Widerstandswert. Wie man den verschiedenen Foren entnehmen kann, sind davon ca. jede 4.-5. Box davon betroffen. Das ist jetzt zwar nicht so schlimm, wie es klingt, denn der Schaden kann mit ein wenig Geschick relativ einfach behoben werden, aber man kommt nicht daran herum, Schraubenzieher, Zangen zu verwenden. Am Ende meines Reviews zeige ich euch, wie ich die Reparatur bewerkstelligt habe. Vermutlich betrifft dieser Fehler die ersten Patches der Paranormal, konnte jedoch nicht in Erfahrung bringen, ob Lost Vape auf die Fehler zeitgerecht reagiert hat.


    An der Oberseite ist auch noch das Symbol, der Boxenname und die Chipbezeichnung angebracht. Der 510er Anschluss steht minimal über, wodurch es zwar zu einem sehr kleinen Spalt kommt. Damit wird aber sichergestellt, dass die sonst üblichen, hässlichen Kratzer durch das Aufschrauben des Verdampfers verhindert werden. Wäre doch bei so einer schönen Box suboptimal.






    Der abgerundete Gehäuserücken ist mit einem gesteppten Echtleder versehen und mach einen unverwüstlichen Eindruck und fühlt sich dementsprechend an.






    Widmen wir uns jetzt den Seitenteilen der Box. Diese können gewechselt werden. Dazu ist dem Set ein Saugnapf beigelegt, denn ohne dieses Werkzeug, ist es schwer möglich, die von einem starken Magneten gehaltenen Paneele zu entfernen.








    Für den Wechsel setzt man den Saugnapf in etwa der Mitte des Seitenteils an und drückt ihn nieder.




    Hat er sich angesaugt, kann man mit ein wenig Kraft daran ziehen, und das Seitenpaneel wird sich lösen.




    Durch die Rundungen kann man das Paneel nur in einer Richtung montieren. Dem vorliegenden Kit sind zusätzlich zum im Auslieferungszustand angebrachten Karbon-Seitenteile noch ein, aus Echtholz bestehende, Teile mitgeliefert. Einfach einsetzen und die Optik der Box hat sich entschieden verändert.







    Bevor wir zur Frontpartie mit dem Display kommen, schauen wir uns noch die Unterseite samt Akkudeckel an. Auf diesem ist zum einen die Herstellerhinweise und CE-Zeichen und zum anderen die Deckelverriegelung angebracht.








    Zum Öffnen des Akkudeckels einfach mit dem Daumen (bevorzugt) an der gerillten Vertiefung in Richtung Gehäuserücken ziehen, und der Deckel ist offen.










    Die beiden negativen Pole an der Innenseite des Akkudeckels sind mit einem „-„ Zeichen markiert. Die Pluspole im Inneren der Akkuschächte, sind ebenfalls mit einem „+“ markiert und sind recht streng gefedert, um eine sichere und „klapperfreie“ Verbindung zu den Akkus herstellen zu können.








    Betrachten wir zuletzt die Frontseite der Paranormal. Der Feuerknopf, welcher oberhalb des Displays angeordnet ist, ragt kaum über das Gehäuse hinaus. Er hat zwar einen deutlich wahrnehmbaren Druckpunkt, einen ausgeprägten Klick, wie es viele Akkuträger besitzen, vermisst man hier jedoch. Außerdem muss man den Knopf schon einigermaßen genau mit dem Finger treffen, sonst rührt sich nichts. Ja, wer schön sein will, muss ein wenig leiden!






    Die unterhalb des Displays untereinander angeordneten drei Einstelltasten sind da ein wenig leichter zu betätigen. Diese verfügen wieder über einen deutlich wahrnehmbaren Klick und sind angenehm zu bedienen. Für diejenigen, die noch keinen DNA75 Color bedient haben nur kurz zur Erklärung: Die oberste und unterste Taste dienen zum Auf- und Abscrollen. Mit der Mitteltaste wird die Einstellung bestätigt (bei fast allen anderen Akkuträgern macht man das mit der Feuertaste).

    Den Abschluss der Frontseite bildet die Micro-USB-Buchse, die sowohl zum Laden als auch für den Anschluss der Box an den PC dient.




    Das 0,9 Zoll große Display ist sehr gut ablesbar, obwohl das Originalthema von LostVape zum Teil sehr kleine Elemente und Schriften enthält. Es ist kontrastreich (kann natürlich angepasst werden) und auch Outdoor gut ablesbar.









    Zum Abschluss des Reviews noch ein paar Bilder mit unterschiedlichen Verdampfern:




    Bevor es zur 510er-Reparaturanleitung und einem abschließenden Fazit geht, möchte ich noch kurz etwas zum Screen-Thema von LostVape sagen. Ich finde es jetzt nicht wirklich berauschend und es beinhaltet auch nur Grundlegende Einstellmöglichkeiten und hat auch kleinere Aussetzer, wie beispielsweise die nichteinstellbare Leistung beim Preheating. Es gibt für den DNA75 Color Chip wunderbare Themen, die von der Seite von Evolv heruntergeladen werden können.


    Es würde jetzt den Rahmen dieses Reviews sprengen, die Escribe-Software und deren Bedienung im Detail zu erklären. Sollte jedoch großes Interesse einer Anleitung bestehen, würde ich das gerne für euch machen. Bitte hinterlasst Kommentare, dann schaue ich mir das an.



    Reinigen des 510er-Anschlusses:


    Wie ich schon erwähnt habe, ist das keine große Hexerei. Zuerst schraubt ihr die 3 Inbus-/Torxschrauben mit einem T5 Bit auf und hebt den 510er Anschluss vorsichtig ab.











    Entgegen einiger Anleitungen im Internet braucht ihr nichts ablöten. Mit einer Zange haltet ihr die Basis des 510er. Mit einer Rundzange in die Vertierungen für die Schrauben gehen und versuchen, mit Gefühl die Hülse aufzudrehen. Sollte das zu schwer gehen, nehmt einfach ein Tuch, welches ihr über den Hülsenrand gebt, um Kratzer zu vermeiden. Dann mit einer größeren Zange (kleine Rohrzange) nochmals versuchen, die 510er-Hülse herunterzudrehen.









    Sobald ihr das habt, achtet bitte auf die schwarze Isolierscheibe, die den Pluspol umschließt. Die fällt gerne heraus und ward nicht mehr gesehen.











    Nun kratzt ihr mit einem spitzen Gegenstand (hier ein Cotton-Hook) die Reste der Schraubensicherung aus den Windungen. Sowohl im Gewinde der Basis, als auch jenes an der Hülse. Anschließend reinigt alles mit Aceton oder Nitroverdünnung.










    Nun die Isolierschraube wieder um den Pluspol geben und die Hülse gut andrehen. Dazu geht wieder am besten die Rundzange.


    Nun den 510er wieder an seine angestammte Position bringen und die Schrauben wieder anziehen.

    Ihr seht, dass alles keine Hexerei darstellt und von jedem, einigermaßen geschickten Otto-Normalverbraucher bewerkstelligt werden kann. Damit erspart ihr euch das Einschicken direkt an Evolv/USA oder direkt an den Hersteller. Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass diese Reparatur jeder in Eigenverantwortung macht und ich selbstverständlich keinerlei Garantie abgeben, denn diese werdet ihr verlieren, sobald ihr da was an der Box herumschraubt. Logisch!



    Fazit:

    Trotz den unter Umständen auftretenden 510er Problemen, ist die Paranormal ein fantastischer Akkuträger. Die Verarbeitung ist wirklich hervorragend und das Aussehen ist einfach toll. Gepaart mit dem exakten DNA75 Color Chip erhält ihr eine Top-Box, die sicherlich auch ihren Preis hat. Umsonst ist der Tod- und der kostet das Leben. Trotz der kleinen Macke finde ich die Paranormal sicherlich eines Blickes abseits der Billigprodukten wert. Hat man das Anschlussproblem gelöst, läuft die Box tadellos und bereitet keinerlei Probleme mehr (zumindest bis jetzt). Die Paranormal ist mitunter die hochwertigste Box, die ich von Lost Vape kenne.

    Wie bereits schon erwähnt, bin ich gerne bereit, eine Anleitung zur EScribe-Software samt Installation, Konfiguration, Themenistallation usw. zu machen, vorausgesetzt es findet sich ausreichend Interesse daran. Bitte diesbezüglich Kommentare hinterlassen.

    Da ich leider nicht weiß, ob die neuen Patches der Paranormal die Fehler im 510er Anschluss nicht mehr aufweist, ist es schwierig, eine Empfehlung abzugeben, zumal nicht jeder gerne bastelt.

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